CBD gegen Übelkeit

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Übelkeit. Dieses ständige Gefühl, gleich die Toilette aufsuchen und sich übergeben zu müssen. Bei vielen Menschen tritt Übelkeit eher selten auf, es gibt aber auch viele, die häufiger darunter zu leiden haben. Jeder, der von Übelkeit betroffen ist, möchte sie möglichst schnell wieder loswerden. Dafür stehen nicht nur Medikamente zur Verfügung, sondern auch etliche Naturheilmittel. Betroffene versuchen auf unterschiedliche Art, die Übelkeit zu bekämpfen. Auch CBD wird dafür eingesetzt. In diesem Beitrag wird die mögliche Wirkung von CBD gegen Übelkeit näher erläutert.

Übelkeit und ihre Ursachen

Jeder kennt das flaue Gefühl im Magen, das mit einem Brechreiz einhergeht. Die Speichelproduktion erhöht sich, oft führt der nächste Weg ins Bad, um zu erbrechen. So gut wie jeder hat zumindest einmal in seinem Leben unter Übelkeit gelitten, denn es kann Männer und Frauen jeder Altersgruppe treffen. Die Ursachen für Übelkeit können sehr unterschiedlich sein. Der Verzehr von verdorbenen Lebensmitteln, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Infektionen, Erkrankungen, die Aufnahme von Schadstoffen, zu viel Alkohol, Angst, Stress, Medikamente, Schwangerschaft oder Migräne sind nur einige Ursachen, die zu einer Übelkeit führen können. Häufig haben auch Menschen, die sich einer Chemotherapie unterziehen müssen, mit starker Übelkeit zu kämpfen.

Übelkeit macht sich für gewöhnlich durch ein unangenehmes Gefühl im Oberbauch bemerkbar. Häufig kommt noch ein Appetitverlust dazu und Betroffene verspüren einen Druck, der aus der hinteren Mundhöhle und der Speiseröhre kommt. Die Übelkeit wird im sogenannten Brechzentrum des Gehirns ausgelöst. Das ist auch der Grund, warum CBD gegen Übelkeit eine gute Wirkung zeigen kann, denn CBD ist in der Lage, mit diesem Brechzentrum zu interagieren.

CBD gegen Übelkeit – so kann das Cannabinoid wirken

Natürlich gibt es zahlreiche Medikamente und Hausmittel, die gegen Übelkeit wirken. CBD bietet den Vorteil, dass es über antiemetische Eigenschaften verfügt. Als antiemetisch wird die Eigenschaft von Inhaltsstoffen bezeichnet, Übelkeit und Brechreiz unterdrücken zu können. Dadurch ist CBD ein natürlicher Wirkstoff, der gegen Übelkeit wirken kann. Selbstverständlich gibt es noch viele andere natürliche Hilfsmittel, die gegen Übelkeit wirken können, es gibt aber keines, das von den Effekten her so wirksam ist wie CBD. Das Cannabinoid hat den Vorteil, genau dort wirken zu können, wo die Übelkeit und der Brechreiz ausgelöst werden: in den entsprechenden Bereichen des Gehirns und Nervensystems. Der Schlüssel zur möglichen Wirkung von CBD gegen Übelkeit liegt in seiner Interaktion mit dem körpereigenen Endocannabinoid-System.

Die Interaktion von CBD mit dem Endocannabinoid-System

Beim Endocannabinoid-System, kurz ECS, handelt es sich um einen Teil des Nervensystems. In einigen Studien konnte bereits festgestellt werden, dass CBD durch seine Interaktion mit dem Endocannabinoid-System in der Lage sein kann, eine regulierende Wirkung auf das sehr komplexe System Übelkeit zu haben. Die Ursache für die Übelkeit spielt dabei keine Rolle. Hier bietet CBD Öl einen Vorteil gegenüber Medikamenten, die oft nur bei bestimmten Formen der Übelkeit nutzbar sind. Es gibt beispielsweise ein Medikament gegen Reiseübelkeit, das aber nicht wirkt, wenn die Übelkeit eine andere Ursache hat. Das macht es Medizinern oft schwer, das richtige Mittel gegen Erbrechen zu finden. Es gibt viele verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, die recht unterschiedlich anschlagen können.

Es soll auch möglich sein, dass CBD indirekt auch eine Wirkung auf den sogenannten 5-HT-Rezeptor hat, der bei den Neurotransmittern zu der Serotonin-Familie gehört. Wird zu viel Serotonin ausgeschüttet, kann dies ein Grund sein für Übelkeit und Erbrechen. CBD könnte dabei helfen, die Ausschüttung von Serotonin zu regulieren.

Gleichzeitig ist CBD aber auch in der Lage, zur Entspannung beizutragen, zudem besitzt es ausgleichende Eigenschaften. So kann es auch dabei helfen, das Körpergefühl bei Übelkeit zu verbessern.

Der Brechreiz – wie funktioniert er?

Es gibt einige Organe, die dazu beitragen, dass es zu Übelkeit kommt. Hauptsächlich sind hier das Gehirn, das Verdauungssystem und das Nervensystem zu nennen. Wissenschaftler konnten herausfinden, dass es einige Rezeptoren gibt, die als Schlüssel für die Kontrolle des Brechreizes fungieren. Dabei handelt es sich um Rezeptoren, die den Botenstoff Serotonin nicht nur produzieren, sondern auch binden. Wird vermehrt Serotonin gebildet, führt dies zum Erbrechen. Ziel von vielen Medikamenten gegen Brechreiz ist es somit, diese vermehrte Serotonin-Ausschüttung zu unterbinden. Diese Medikamente blockieren also das Serotonin. Dennoch ist es für Betroffene, die häufig unter Übelkeit und Brechreiz zu leiden haben, nicht gut, ständig Medikamente einnehmen zu müssen. Daher sind Forscher immer auf der Suche nach natürlichen Mitteln, die diese Aufgabe übernehmen können.

Im Rahmen vieler Studien konnte festgestellt werden, dass CBD ebenfalls die Serotonin-Ausschüttung kontrollieren kann. Allerdings ist die Forschung im Bereich der Wirkungen von CBD allgemein noch nicht sonderlich weit fortgeschritten. Viele Wirkungen werden vermutet, ein paar wenige konnten schon belegt werden. Da CBD mit dem Endocannabinoid-System interagieren kann, dieses aber sehr komplex ist, werden noch viele weitere Studien notwendig sein, um alle möglichen Wirkungsweisen zu belegen. Auch im Bereich Übelkeit und Erbrechen ist das der Fall, obwohl bereits einige Studien durchgeführt worden sind.

Dabei konnte zum Beispiel herausgefunden werden, dass CBD Krebspatienten dabei helfen kann, die Nebenwirkungen der Chemotherapie zu lindern. Häufig tritt bei Patienten, die sich einer Chemotherapie unterziehen müssen, starke Übelkeit auf. Wie genau CBD gegen Übelkeit wirkt, konnte noch nicht endgültig wissenschaftlich bewiesen werden. Forscher sind aber der Meinung, dass CBD auf jeden Fall dazu beitragen kann, Übelkeit zu lindern.

Diese CBD Produkte sind bei Übelkeit geeignet

Grundsätzlich empfiehlt sich die Einnahme von CBD Öl. Der große Vorteil von CBD Öl ist, dass es sehr präzise dosiert werden kann. Da CBD Öl unter die Zunge geträufelt wird, kann es bereits über die Schleimhaut in die Blutbahn gelangen. Allerdings kennt sicher jeder das Problem, dass allein schon der Gedanke an die Einnahme eines Mittels bei Übelkeit zu einem Brechreiz führen kann. Dazu kommt, dass CBD Öl einen recht herben Geschmack hat, der bei einer akuten Übelkeit den Brechreiz eventuell auch verstärken kann. CBD Öl sollte immer die erste Wahl sein, in diesem Fall haben sich CBD Kapseln aber als eine gute Alternative erwiesen.

CBD gegen Übelkeit – die Dosierung

Die Dosierung von CBD ist immer ganz individuell. Es gibt keine Dosierungsempfehlung, die für jeden gültig ist. Der Grund dafür ist, dass jeder Mensch anders ist und somit auch anders auf natürliche Mittel wie CBD reagiert. Grundsätzlich muss die individuelle Dosis zunächst durch Ausprobieren herausgefunden werden. Dafür ist CBD Öl am besten geeignet, da es tropfenweise dosiert werden kann. Die individuelle Dosis kann nur herausgefunden werden, indem mit wenigen Tropfen begonnen und von Woche zu Woche die Dosis leicht erhöht wird. Bewährt hat es sich, zunächst mit zwei Tropfen am Tag zu beginnen.

Es muss beachtet werden, dass es sich bei CBD nicht um ein Medikament und schon gar nicht um ein Wundermittel handelt. Das bedeutet, es kann durchaus sein, dass CBD bei einer akuten Übelkeit nicht die gewünschte schnelle Wirkung hat. Wer oft mit Übelkeit zu kämpfen hat, sollte CBD täglich einnehmen. So kann CBD dazu beitragen, dass die Übelkeit nicht zu stark wird oder bestenfalls gar nicht auftritt. In der ersten Woche sollten jeden Tag zwei Tropfen eingenommen werden. Die Dosis kann jede Woche um zwei Tropfen täglich erhöht werden, bis die gewünschte Wirkung eintritt. Da CBD nicht berauschend wirkt und bislang keine Nebenwirkungen bekannt sind, ist die tägliche Einnahme empfehlenswert.

Das sollte bei der Einnahme von CBD gegen Übelkeit beachtet werden

  • CBD ist ein Cannabinoid, das aus der Hanfpflanze stammt. Im Gegensatz zum bekannteren THC hat CBD keine berauschende Wirkung, macht nicht süchtig und ist in Deutschland absolut legal. Zudem konnten bisher noch keine Nebenwirkungen festgestellt werden. Allerdings kann es zu Wechselwirkungen mit Medikamenten kommen. Daher ist es wichtig, vor der Einnahme von CBD zunächst den behandelnden Arzt zu konsultieren, wenn regelmäßig Medikamente eingenommen werden müssen. Nur der Arzt kann mögliche Wechselwirkungen ausschließen. Gibt der Arzt grünes Licht, steht der Einnahme von CBD nichts mehr im Wege.
  • Generell gilt CBD als sicher, sodass viele Mediziner die Einnahme des Cannabinoids begleitend zur herkömmlichen Behandlung empfehlen. Frauen während der Schwangerschaft sollten aber auf die Einnahme verzichten. Zwar ist es so, dass besonders Frauen in der Schwangerschaft häufig unter Übelkeit leiden, da aber bisher wissenschaftlich nicht vollkommen ausgeschlossen werden konnte, dass die Einnahme von CBD die Schwangerschaft beeinflussen kann, wird Schwangeren die Einnahme von CBD nicht empfohlen.
  • CBD kann bei allen Arten der Übelkeit wirksam sein, das bedeutet, es kommt nicht auf die Ursache an. Egal ob es sich um Reiseübelkeit oder Übelkeit nach dem Konsum von Alkohol handelt, CBD kann eine positive Wirkung auf die Übelkeit haben. Bei Reisekrankheiten wie Flugangst spielt CBD auch seine angst- und stressreduzierenden Eigenschaften aus. Bei der Seekrankheit soll CBD in der Lage sein, auf das vegetative Nervensystem eine ausgleichende Wirkung zu haben.
  • Das CBD Öl wird einfach unter die Zunge geträufelt. Dort sollte es für etwa eine Minute verbleiben, dann kann es heruntergeschluckt werden. Lässt es die Übelkeit nicht zu, die Tropfen auf diese Art zu nehmen, können auch einfach CBD Kapseln mit Wasser eingenommen werden. Schneller wirksam ist CBD Öl aber, wenn es unter die Zunge geträufelt wird.

CBD – eine gute Alternative bei Übelkeit

Es gibt hunderte verschiedene Ursachen für Übelkeit. Jeder Mensch hat bereits damit Bekanntschaft gemacht, die einen mehr, die anderen weniger. Um diese Übelkeit so schnell wie möglich wieder loswerden zu können, greifen viele zu Medikamenten. Diese gehen aber immer mit Nebenwirkungen einher, daher stehen auch natürliche Mittel hoch im Kurs. CBD ist ein solches Mittel, das mit ganz besonderen Eigenschaften ausgestattet ist und sehr gut gegen Übelkeit genutzt werden kann. Wer besonders häufig unter Übelkeit leidet und nicht feststellen kann, wodurch sie verursacht wird, sollte das auf jeden Fall durch einen Arzt abklären lassen.

CBD kann bei Übelkeit eine gute Wirkung zeigen. Wie stark die Wirkung ist und ob überhaupt eine Wirkung eintritt, hängt aber von jeder Person selbst ab. Forscher sprechen CBD allgemein ein sehr großes Potenzial zu und sehen gerade Übelkeit als ein Symptom, bei dem CBD eine gute Wirkung haben kann.

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