CBD in der Schwangerschaft

Der Moment, wenn der Schwangerschaftstest ein positives Ergebnis zeigt, ist für die meisten Frauen ein Anlass zu großer Freude. Ist die Schwangerschaft ungeplant, dauert es vielleicht ein wenig länger, bis diese Freude eintritt. Eine Schwangerschaft bedeutet für jede Frau eine sehr hohe Verantwortung. Ab sofort ist es nicht mehr nur das eigene Leben, das durch die eigenen Entscheidungen beeinflusst wird. Wer bis dahin meinte, dass Nikotin, Alkohol und Drogen doch gar nicht so schlimm sind, sollte dies nun auf jeden Fall überdenken. Während der Schwangerschaft sollte unbedingt auf Zigaretten, Alkohol und jede Art von Drogen verzichtet werden. Eine Schwangerschaft bedeutet aber nicht nur Freude, leider gibt es auch einige unangenehme Begleiterscheinungen wie Übelkeit und Erbrechen oder auch Kopf- und Rückenschmerzen. Da Medikamente während einer Schwangerschaft auch, wenn möglich, nicht und wenn nur in geringen Mengen eingenommen werden sollten, sind schwangere Frauen oft auf der Suche nach Alternativen und stoßen dabei auf CBD Produkte wie CBD Öl.

Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel während der Schwangerschaft

Für die meisten Frauen stellt es kein Problem dar, während der Schwangerschaft auf Alkohol, Nikotin und Drogen zu verzichten. Anders sieht es aber aus, wenn es um Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel geht. Natürlich möchte keine Schwangere den ganzen Tag unter Kopfschmerzen oder Übelkeit leiden, aber die Einnahme von Medikamenten ist immer bedenklich. Schwangere sind sehr oft verunsichert, ob sie überhaupt Medikamente einnehmen dürfen. Problematisch ist auch, dass es in vielen Packungsbeilagen dazu gar keine klare Empfehlung gibt. Der Grund dafür ist, dass Medikamente nur selten, wenn überhaupt, an schwangeren Frauen erforscht werden. Das wäre auch unverantwortlich, da es durchaus zu Schäden beim Kind führen könnte. Somit kann niemand genau sagen, ob ein Medikament wirklich bedenkenlos von Schwangeren eingenommen werden darf.

Nicht anders sieht es bei Nahrungsergänzungsmitteln aus. Viele Schwangere wissen, dass sie sich ungesund ernähren und dadurch zu wenig wichtige Nährstoffe aufnehmen. Um ihrem Kind diese Nährstoffe dennoch zukommen lassen zu können, möchten sie zu Nahrungsergänzungsmitteln greifen. Aber auch bei diesen natürlichen Wirkstoffen ist es so, dass nicht jeder für die Einnahme während der Schwangerschaft geeignet ist. So ist es auch bei CBD. Zwar handelt es sich bei CBD um einen natürlichen Wirkstoff aus der Hanfpflanze, der nicht psychoaktiv wirkt und somit keine Droge ist, dennoch kann CBD nicht einfach eingenommen werden.

CBD in der Schwangerschaft – Einnahme unbedenklich?

Leider ist es so, dass diese Frage nicht eindeutig beantwortet werden kann. Forschungen zu diesem Thema werden ebenfalls nicht an Schwangeren durchgeführt, sondern im Labor. Das bedeutet, dass nur Vermutungen angestellt werden können. Es ist nicht möglich, die Frage, ob CBD unbedenklich ist in der Schwangerschaft oder nicht, mit einem klaren „Ja“ oder „Nein“ zu beantworten. Es gibt keine Studien dazu, weder mit positiven noch mit negativen Ergebnissen. Es gibt lediglich einige Erfahrungsberichte von Anwenderinnen, bei denen es sich jedoch nur um individuelle Empfindungen handelt, nicht um bewiesene Ergebnisse. Nur weil sich Schwangere nach der Einnahme von CBD wohlfühlen und sich Nebenwirkungen im Rahmen halten sollen, ist dies keine Empfehlung, CBD in der Schwangerschaft zu nutzen. Letztendlich ist es immer die Entscheidung der Schwangeren, ob sie CBD nutzen möchte oder nicht. Generell ist jedoch davon abzuraten, da es einfach keine belegten Erkenntnisse zu diesem Thema gibt. Niemand weiß genau, ob CBD einen negativen Einfluss auf das Ungeborene haben kann oder nicht. Aus diesem Grund raten seriöse Hersteller von CBD immer davon ab, CBD Produkte in der Schwangerschaft einzunehmen.

Mögliche Risiken bei der Einnahme von CBD

Bisher gibt es noch keinen bekannten Fall, bei dem die Einnahme von CBD negative Folgen für das Kind gehabt hat. Das bedeutet aber nicht, dass CBD einfach bedenkenlos eingenommen werden sollte. Obwohl noch kein wissenschaftlicher Beleg vorliegt, vermuten Forscher, dass sich CBD negativ auswirken könnte auf die Proteine, die dafür zuständig sind, dass sich die Plazenta normal entwickelt. Bedenken haben Wissenschaftler auch wegen geringer Mengen an THC, die in CBD Produkten enthalten sein könnten. In vielen Produkten ist eine geringe Menge an THC enthalten, dennoch sind diese Produkte legal. In Deutschland ist es so, dass CBD Produkte legal verkauft und genutzt werden können, die einen THC-Anteil von weniger als 0,2 % aufweisen. Der Anteil der meisten Produkte ist weitaus geringer, in manchen ist sogar gar kein THC enthalten. Zudem ist 0,2 % wirklich ein verschwindend kleiner Anteil, der für gewöhnlich keinerlei Auswirkungen hat. Der Anteil führt nicht zu einem Rauschzustand und kann auch nicht zu einer Abhängigkeit führen. Zumindest gilt das für Personen, die nicht schwanger sind. Ob dieser minimale THC-Anteil eine Auswirkung auf das Ungeborene haben kann, ist schwer zu sagen. Belege gibt es dafür nicht. Es gibt lediglich Studien, die an Mäusen durchgeführt wurden, allerdings nicht mit CBD, sondern mit THC. Diese ergaben, dass das reine THC die Entwicklung der Embryonen hemmt. Forscher schließen daraus, dass dies auch bei menschlichen Embryonen passieren könnte. Das bedeutet, dass eine Mutter, die regelmäßig Cannabis, das THC enthält, raucht oder anderweitig zu sich nimmt, ihrem Baby damit schaden könnte. Hierbei handelt es sich aber um die regelmäßige Einnahme von sehr hohen Dosen THC, dass dies für ein Ungeborenes nicht gut sein kann, dafür bedarf es keiner Forschung. Ob aber auch diese minimale Dosis, die sich in CBD Produkten befinden darf, eine ähnliche Wirkung haben könnte, kann niemand genau sagen.

Positive Wirkungen von CBD in der Schwangerschaft

Belege dafür, dass CBD während der Schwangerschaft sicher verwendet werden kann, gibt es also nicht. Es gibt aber auch keine Beweise dafür, dass die Verwendung von CBD nicht sicher ist. Viele werdende Mütter sind der Meinung, dass die möglichen positiven Wirkungen höher zu bewerten sind als die möglichen Risiken und nutzen CBD auch während der Schwangerschaft. Um es noch einmal deutlich zu sagen, seitens der Hersteller wird dies nicht empfohlen, die Verantwortung dafür trägt jede Schwangere selbst. Dennoch ist ein Blick auf die möglichen positiven Wirkungen von CBD in der Schwangerschaft sicher interessant.

Übelkeit

Viele Schwangere haben unter einer morgendlichen Übelkeit zu leiden, bei einigen hält diese sogar den ganzen Tag an. Warum es zu dieser Übelkeit kommt, ist leider bisher noch immer nicht endgültig geklärt worden. Vermutet wird, dass ein erhöhter Spiegel des Schwangerschaftshormons HCG dafür verantwortlich ist. CBD könnte zu einer Regulierung des hormonellen Gleichgewichts im Körper beitragen. Dadurch könnte die morgendliche Übelkeit reduziert werden. Ein Gefühl von Übelkeit kann aber auch durch Serotonin hervorgerufen werden, wenn es in großen Mengen vorliegt. Da CBD aber ebenfalls mit den Serotonin-Rezeptoren interagiert, kann es hier auch zu einer Linderung der Übelkeit beitragen. Vermutungen nach soll CBD durch die Aktivierung bestimmter Rezeptoren dazu beitragen, die Produktion von Serotonin zu stoppen.

Schlaflosigkeit

Schlaflose Nächte werden für Schwangere nicht erst dann Realität, wenn das Baby auf der Welt ist, auch während der Schwangerschaft treten häufig Schlafstörungen auf. CBD kann dazu beitragen, den Cortisolspiegel im Körper zu regulieren. Cortisol ist ein Hormon, das auch bestens als Stresshormon bekannt ist. Es kann verhindern, dass der Mensch überhaupt einschläft, es kann aber auch Probleme beim Durchschlafen verursachen. CBD könnte also dazu beitragen, dass sich die Schlafqualität von Schwangeren verbessert.

Entspannung und Wohlbefinden

Das Leben kann heute sehr stressig sein, auch vor Schwangeren macht der Stress nicht halt, ganz im Gegenteil. Viele Schwangere haben Ängste oder müssen sich auf das Leben mit Kind vorbereiten, was weiteren Stress verursacht. Dieser ganze Stress ist aber gerade für Schwangere nicht gut. Durch den Stress könnten chemische Prozesse in Gang gesetzt werden, die letztendlich auch eine Wirkung auf das Baby haben könnten. Auch hier kann CBD durch seine reduzierende Wirkung auf das Stresshormon Cortisol einen Beitrag zu Entspannung und Wohlbefinden leisten. Gleichzeitig kann es auch den Serotoninspiegel regulieren. Serotonin ist als Glückshormon bekannt und soll laut Forschern eine ähnliche Wirkung haben können wie Medikamente, die gegen Ängste und Depressionen eingesetzt werden.

CBD in der Schwangerschaft – ja oder nein?

Da es keine gesicherten Erkenntnisse gibt, ob CBD in der Schwangerschaft schädlich oder nützlich ist, gilt als generelle Empfehlung, CBD nicht einzunehmen. Wer während der Schwangerschaft mit vielen Nebenwirkungen zu kämpfen hat, aber lieber auf Medikamente verzichten und stattdessen lieber CBD nutzen möchte, sollte sich vor der Einnahme auf jeden Fall mit dem Arzt besprechen. Er kann viel besser einschätzen, ob die Einnahme von Medikamenten ratsam ist oder ob CBD eine Alternative sein könnte. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, und das ist bei den meisten Schwangeren der Fall, wird sowohl auf Medikamente als auch auf natürliche Mittel wie CBD verzichten. Letztendlich gilt es immer zu bedenken, dass man nicht mehr länger nur die Verantwortung für sein eigenes Leben trägt, sondern auch für das des Kindes.

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