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CBD und Melatonin

Lesezeit: 10 Minuten (1917 Wörter)

Endlich wieder einmal so richtig gut und lange schlafen – viele Menschen wissen schon gar nicht mehr, wie das ist. Stress ist heute allgegenwärtig, jeder hat auf der Arbeit oder im Privatleben Stress, der eine mehr, der andere weniger. Dazu kommen noch weitere Faktoren, beispielsweise Krisen, die lange anhalten und das Leben der Menschen beeinflussen. Schnell kann es passieren, dass Menschen nur noch vier oder fünf Stunden in der Nacht schlafen und das ist für die meisten einfach viel zu wenig. Für den guten Schlaf ist das Hormon Melatonin verantwortlich, allerdings scheint es Faktoren zu geben, die es dem Melatonin nicht ermöglichen, seine Aufgaben zu erfüllen. CBD könnte dazu beitragen, dass das sogenannte Schlafhormon wieder dafür sorgen kann, dass der Mensch ausreichend Schlaf erhält.

Melatonin – das Schlafhormon

Melatonin ist ein Hormon, das auch als Schlafhormon bekannt ist, weil es von der Wirkung her der eines Schlafmittels sehr ähnelt. Diese Bezeichnung trifft es auch auf den Punkt, denn Melatonin bestimmt den Schlaf der Menschen. Sobald es dunkel wird, bildet die Zirbeldrüse aus dem Hormon Serotonin das Melatonin. Die Zirbeldrüse ist sehr klein, gerade einmal erbsengroß und befindet sich an der Rückseite des Mittelhirns. Sobald das Melatonin ins Blut abgegeben wird, macht es schläfrig.

Wann genau der Körper mit der Ausschüttung des Melatonins beginnt, darüber sind sich Experten nicht ganz einig. Es gibt viele Faktoren, die dabei eine Rolle spielen. Generell wird davon ausgegangen, dass der Körper zwischen 19.30 Uhr und 21.30 Uhr mit der Ausschüttung von Melatonin beginnt. Der Melatoninspiegel im Blut steigt recht schnell an, als Folge davon stellt sich ein starkes Müdigkeitsgefühl ein. Bei gesunden Menschen bleibt der Melatoninspiegel auch während der ganzen Nacht hoch, der Höhepunkt wird im Allgemeinen zwischen 1 und 3 Uhr nachts erreicht. Je nach Jahreszeit kann sich dieser Zeitraum auch verändern. Sobald es wieder heller wird, reduziert der Körper die Produktion des Melatonins, der Mensch erwacht. Gegen 9 Uhr morgens ist kaum noch Melatonin im Blut vorhanden. Für gewöhnlich bleibt der Melatoninspiegel auch den ganzen Tag niedrig. Ausnahmen kann es im Winter geben, wenn die Tage sehr kurz und auch oft recht dunkel sind. In dem Fall ist es möglich, dass der Melatoninspiegel wieder leicht ansteigt. Das ist der Grund, warum viele Menschen sich an solch dunklen Tagen oft schläfrig fühlen. Es ist auch möglich, dass dadurch Depressionen entstehen.

Guter Schlaf ist wichtig für den Körper

Es ist längst bekannt, dass Schlaf sehr wichtig ist. Im Schlaf regeneriert der Körper, er repariert sich. Zellen erneuern sich, Muskeln wachsen und gleichzeitig werden auch Proteine sowie Blut gebildet. Das ist aber nicht alles, was während des Schlafs passiert, der Körper entgiftet auch während der Schlafphase. Alle schädlichen Stoffe, die aus dem Stoffwechsel entstanden sind, werden in der Nacht abgebaut. Wer ständig nur sehr kurz schläft oder auch einen schlechten Schlaf hat, kann diese Schadstoffe nicht richtig abbauen. Mit der Zeit ist es möglich, dass diese nicht abgebauten Schadstoffe im Körper Schäden anrichten.

Guter und ausreichender Schlaf ist aber ebenfalls wichtig für die Immunabwehr. In der Nacht schüttet das Immunsystem ganz besonders viele der immunaktiven Stoffe aus. Einfluss hat der Schlaf aber auch auf die Denkfähigkeit. Das Gehirn nutzt die Nacht dafür, alles zu verarbeiten, was der Mensch am Tag erlebt und gelernt hat. Alles, was wichtig ist, geht in das Langzeitgedächtnis. Das ist auch die Zeit, in der kreative Lösungen entstehen. Wer sich vielleicht fragt, warum er nie auf passende Lösungen für Probleme kommt, sollte einmal seinen Schlaf überprüfen.

Schlafprobleme – zu wenig Melatonin kann der Auslöser sein

Melatonin wird hauptsächlich abends und in der Nacht gebildet und ins Blut gebracht. Es ist das Schlüsselhormon für die Regulierung der sogenannten chronobiologischen Rhythmen. Besonders der Wach- und Schlafwechsel wird durch das Hormon stark beeinflusst. Es zeigt dem Körper an, dass es Nacht und somit Zeit wird, schlafen zu gehen. Für gewöhnlich erledigt das Melatonin seine Arbeit auch sehr zuverlässig. Allerdings gibt es in der heutigen Zeit viele Faktoren, die dafür sorgen, dass die Produktion des Melatonins gestört wird. Zu diesen Faktoren gehört beispielsweise das künstliche Licht, das ja heute überall zu finden ist. Normalerweise ist es so, dass es am Ende des Tages dunkler wird und die Helligkeit zurückgeht. Die Netzhaut nimmt diese Veränderung wahr und sendet daraufhin eine neuronale Meldung, woraufhin mit der Produktion des Melatonins begonnen und somit der Körper auf die bevorstehende Nachtruhe vorbereitet wird.

Störung durch künstliches Licht

Das ist der normale Ablauf, der aber in der heutigen Zeit meistens sehr massiv durch das künstliche Licht gestört wird, das während der entscheidenden Stunden auf den Menschen einwirkt. Durch das Kunstlicht wird weniger Melatonin produziert und ausgeschüttet, als es eigentlich der Fall sein sollte. Später dagegen nimmt die Produktion wieder zu, aber eben nicht zu der Zeit, wie es eigentlich sein sollte, sondern später. Das sorgt dafür, dass viele Menschen am Morgen nicht ausgeschlafen, sondern noch immer müde und schläfrig sind. Ein weiterer Faktor, der dies noch verstärkt, ist das Blaulicht, das von Bildschirmen, Smartphones und Tablets ausgestrahlt wird. Wer viel mit solchen Geräten arbeitet oder es nicht schafft, auch nur eine halbe Stunde auf den Blick aufs Handy zu verzichten, muss damit rechnen, Schlafprobleme zu bekommen. Da es heute aber völlig normal ist, abends künstliches Licht zu nutzen und fernzusehen oder am PC zu arbeiten, ist es eigentlich unmöglich, diese Faktoren abzustellen.

Reduzierung im Alter

Es gibt aber noch einen weiteren Faktor, der für eine verringerte Melatoninproduktion sorgen kann, und zwar das Alter. Wenn der Körper altert, verkalkt die Zirbeldrüse. Gleichzeitig wird die Empfindlichkeit der Melatonin-Rezeptoren reduziert. Wissenschaftler fanden heraus, dass die Tiefschlafphasen und REM-Schlafphasen bei Menschen, die älter als 60 Jahre sind, sehr deutlich abnehmen. Dadurch treten häufige Störungen beim Durchschlafen auf.

Verabreichung von Melatonin – die Lösung?

Es gibt heute eine sehr große Vielzahl an Mitteln, die Melatonin enthalten. Von Tinkturen bis hin zu Bonbons gibt es alles Mögliche auf dem Markt. Alle Produkte werben damit, für einen besseren Schlaf zu sorgen. Es ist zwar so, dass in Studien festgestellt werden konnte, dass die Verabreichung von Melatonin dazu führen kann, dass sich Schlafstörungen verbessern. Allerdings stehen Experten der zusätzlichen Einnahme von Melatonin skeptisch gegenüber. Natürlich ist es sinnvoller, statt Medikamenten besser Melatonin einzunehmen, da das Hormon nicht die Schlafphasen stört und auch nicht zu irgendwelchen Restwirkungen am Morgen führt. Dennoch wurde ebenfalls in Studien festgestellt, dass Melatonin auch in niedrigen Dosen, wie es bei frei verkäuflichen Produkten der Fall ist, nicht länger als 4 Wochen eingenommen werden sollte. Das bedeutet, dass zwar in dieser Zeit eine Verbesserung erreicht werden kann, es ist aber keine Dauerlösung. Noch dazu ist es so, dass Produkte mit Melatonin nur Menschen helfen, die selbst nicht ausreichend Melatonin produzieren können und aus diesem Grund nicht müde werden. Allerdings liegt der Grund für Schlafstörungen bei mehr als der Hälfte der Betroffenen woanders, beispielsweise schlafen sie nicht gut aufgrund von Stress, innerer Unruhe oder Erkrankungen. Dann hilft auch die Gabe von Melatonin nicht, es müssen andere Lösungen gefunden werden. Hier könnte CBD eine Hilfe sein.

CBD und Melatonin für einen guten Schlaf

CBD ist ein Cannabinoid aus der Hanfpflanze. Es handelt sich um einen natürlichen Wirkstoff, der verschiedene Effekte auf den Körper haben kann. Es gibt einige Wirkungen von CBD, die bereits nachgewiesen werden konnten, andere werden noch erforscht. CBD wirkt schmerzstillend und entzündungshemmend, hat aber auch eine beruhigende, entspannende und sogar entkrampfende Wirkung. Viele Nutzer mit Schlafproblemen berichten, dass sie nach der Einnahme von CBD schneller einschlafen konnten und auch besser schlafen. Das liegt aber nicht daran, dass CBD einen direkten Einfluss auf den Schlaf nimmt. Es kann aber dazu beitragen, die Ursachen, die dazu führen, dass der natürliche Schlaf-Wach-Rhythmus gestört ist, zu lindern. Es gibt viele Ursachen, die dazu führen, dass Menschen nicht einschlafen können. Natürlich spielt Kunstlicht dabei eine große Rolle, oft gibt es aber auch jede Menge weiterer Faktoren, die dafür sorgen, dass der Mensch dermaßen unter Spannung steht, dass die Melatoninproduktion einfach gestört ist. Ein besonders wichtiger Faktor ist Stress, unter dem heute so gut wie jeder Mensch zu leiden hat. Sogar kleine Kinder stehen mittlerweile unter Stress. Auch Schmerzen können dafür sorgen, dass an Schlaf nicht zu denken ist. CBD verstärkt nicht die Produktion von Melatonin oder dessen Wirkung, aber es kann dafür sorgen, dass Störfaktoren, die das Melatonin daran hindern, wie gewohnt zu wirken, gemildert oder auch ganz beseitigt werden. Es kann dazu beitragen, dass der Körper wieder ins Gleichgewicht gelangt und die natürlichen Prozesse wieder wie gewohnt ablaufen können. CBD könnte also praktisch den Weg freimachen für das Melatonin.

CBD, Melatonin und das Endocannabinoid-System

Das Endocannabinoid-System hat im Körper eine sehr wichtige Aufgabe, es hält die Körperfunktionen im Gleichgewicht. Es handelt sich dabei um ein Teil des Nervensystems, das verschiedene Funktionen des Körpers reguliert. Dazu zählen beispielsweise die Schmerzwahrnehmung und der Appetit, aber auch der Schlaf und die Produktion von Serotonin, aus dem Melatonin gebildet wird. Das Endocannabinoid-System verfügt über Rezeptoren, die im ganzen Körper verteilt sind. An diese Rezeptoren docken körpereigene Cannabinoide, die sogenannten Endocannabinoide an und rufen dann eine bestimmte Wirkung hervor. Auch Melatonin dockt an Rezeptoren des Endocannabinoid-Systems an, um seine Wirkung zu entfalten. Da es sich bei CBD aber ebenfalls um ein Cannabinoid handelt, kann es auch an die Rezeptoren des Endocannabinoid-Systems andocken und eine Wirkung hervorrufen. Wissenschaftler gehen davon aus, dass CBD dadurch in der Lage ist, Schmerzen zu lindern und eine beruhigende Wirkung auf den Körper auszuüben. Das bedeutet, es kann in der Lage sein, viele der Ursachen, die zu Schlafstörungen führen, zu lindern. Viele Studien deuten darauf hin, dass CBD wirklich so zu einem besseren Schlaf beitragen könnte, allerdings gibt es dafür noch keine wissenschaftlichen Belege.

Werden die Ursachen gemildert, könnte das Melatonin seine Aufgabe wieder erfüllen und für einen guten Schlaf sorgen. Somit ergänzen sich CBD und Melatonin praktisch. Zwar gibt es heute bereits Produkte, die beides in sich vereinen, allerdings ist die zusätzliche Gabe von Melatonin bei vielen Schlafstörungen überflüssig. Oft ist es ausreichend, an den Ursachen anzusetzen, hierbei kann CBD behilflich sein. Zusätzlich ist es hilfreich, wenn der Lebensstil entsprechend angepasst wird. Ein gesunder Lebensstil, bei dem beispielsweise auf übermäßigen Alkohol- und Tabakkonsum verzichtet und die Nutzung von elektronischen Geräten im Bett vermieden wird, kann ebenfalls zu einem besseren Schlaf beitragen. Entspannungsübungen vor dem Schlafengehen oder beruhigende Rituale wie Lesen oder Musikhören sind ebenfalls häufig hilfreich.

CBD – ein Cannabinoid mit vielen positiven Eigenschaften

Der Körper ist ein sehr komplexes Gebilde. Er ist sogar so komplex, dass es trotz aller Forschung bis heute noch immer Fragen gibt, die bisher einfach nicht geklärt werden konnten. CBD ist für die Forscher ebenfalls noch ein relativ neuer Wirkstoff, der noch nicht so umfangreich erforscht werden konnte, wie es sich einige Wissenschaftler wünschen. Experten sehen in CBD ein sehr großes Potenzial. Es gibt bereits wissenschaftliche Belege für einige der Wirkungen, die dem CBD zugeschrieben werden. Es ist aber auch klar, dass CBD wahrscheinlich noch sehr viel mehr kann, allerdings stehen Studien mit entsprechenden Ergebnissen noch aus. Daher kann bisher lediglich gesagt werden, dass CBD dazu beitragen könnte, Schlafstörungen zu lindern. Es ist nicht belegt, dass CBD eine direkte Wirkung auf das Melatonin hat, davon gehen Forscher aber auch derzeit nicht aus. Somit gilt die Vermutung, dass CBD und Melatonin zusammenwirken, momentan als sehr wahrscheinlich. Da CBD keine bekannten Nebenwirkungen und auch keine psychoaktive Wirkung hat, kann jeder seine eigenen Erfahrungen damit sammeln. Es gibt viele positive Erfahrungsberichte dazu, allerdings muss dabei beachtet werden, dass es sich um individuelle Erfahrungen handelt, nicht um wissenschaftlich belegte Wirkungen. Aufgrund der vielen positiven Eigenschaften von CBD ist es aber sehr wahrscheinlich, dass es schon bald konkretere Ergebnisse zu der Frage geben wird, wie genau CBD und Melatonin zusammenwirken, um für einen guten Schlaf zu sorgen.

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