CBD und Religion

CBD ist ein Wirkstoff, dem viele positive Eigenschaften zugeschrieben werden. Viele Anwender berichten begeistert darüber, wie sehr sich ihr Wohlbefinden durch die Einnahme von CBD verbessert hat. Früher gab es viele Vorbehalte gegen CBD, weil es aus der Hanfpflanze stammt und dadurch Befürchtungen aufkamen, es könnte sich um eine Droge handeln, die high macht. Mittlerweile ist weitläufig bekannt, dass CBD keine berauschende Wirkung hat und legal genutzt werden kann. Dennoch gibt es noch immer Menschen, die Bedenken haben. Der Grund ist in ihrer Religion zu finden. In jeder Religion gibt es andere Regeln und Vorschriften, was den Konsum beispielsweise von bestimmten Lebensmitteln oder Alkohol betrifft. Es gibt auch eine Religion, in der darauf geachtet wird, dass ein Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel koscher ist. Viele sehr religiöse Menschen würden gerne von den Vorteilen von CBD profitieren, sind sich aber nicht sicher, ob ihr Glauben die Anwendung erlaubt. Ein guter Grund, einen näheren Blick auf den Zusammenhang zwischen CBD und Religion zu werfen.

CBD und Religion – ist die Einnahme des Cannabinoids erlaubt?

Im Laufe der Jahrhunderte gab es bereits viele Kräuter oder Pflanzen, die für die Behandlung von Erkrankungen genutzt wurden, aber auch gleichzeitig eine berauschende Wirkung hatten. Die Ansicht der meisten Religionen zu diesem Thema ist zunächst einmal recht einheitlich. Ist eine Pflanze in der Lage, Schmerzen zu lindern oder dazu beizutragen, die Gesundheit zu unterstützen, wird sie in den meisten Fällen geduldet, auch wenn eine berauschende Wirkung damit einhergeht. Wird Cannabis hauptsächlich wegen der berauschenden Wirkung genutzt, ist es allerdings verboten. Das sind im Grunde auch schon alle Gemeinsamkeiten, die es bei den verschiedenen Religionen gibt. Allerdings gibt es Religionen, die sich intensiver mit der Pflanze selbst, deren Inhaltsstoffen wie dem CBD und auch deren Wirkung auf die Gesundheit befassen, andere interessiert dieses Thema dagegen gar nicht.

Christliche Gemeinschaften

Das Thema Cannabis und auch CBD wird seitens christlicher Gemeinschaften eher uneinheitlich eingeschätzt. Allerdings ist feststellbar, dass die Grundhaltung eher negativ ist. Hier fällt Cannabis eher in den Bereich Sünde, ganz im Gegensatz zum Alkohol, der ein fester Teil der Rituale der Religion ist. Dennoch gibt es durchaus Länder mit überwiegend christlicher Bevölkerung, die zumindest den Zugang zu medizinischem Cannabis legalisiert haben. Das Christentum ist sich ziemlich uneinig, wenn es um die Hanfpflanze geht. Viele Verantwortliche scheinen sich auch gar nicht mit dem Thema auseinandersetzen zu wollen.

Judentum

Hier sieht es ganz anders aus, das Judentum befasst sich bereits seit langer Zeit mit dem Potenzial, das die Hanfpflanze zu bieten hat. Auch die Nutzung von medizinischem Cannabis wird hier vorangetrieben. Interessant ist auch, dass es israelische Wissenschaftler waren, die in den 1960er Jahren zum ersten Mal die Cannabinoide THC und CBD isolierten. Somit spielt Israel eine wichtige Rolle bei der Erforschung von Cannabis. Es waren ebenfalls israelische Wissenschaftler, die viele Jahre später an der Entdeckung des körpereigenen Endocannabinoid-Systems beteiligt waren. Im jüdischen Staat wird Cannabis bereits seit vielen Jahrzehnten im medizinischen Bereich eingesetzt. Mittlerweile ist der Konsum von Cannabis aber auch im Freizeitbereich sehr verbreitet. Daher wird davon ausgegangen, dass auch der private Konsum bald legalisiert werden könnte. Was den Konsum von CBD angeht ist es aber wichtig, dass die entsprechenden Produkte gemäß den jüdischen Speisevorschriften hergestellt werden. Viele Hersteller haben sich bereits darauf eingestellt und bieten CBD Produkte an, die koscher sind.

Islam

Auch im Islam ist man sich nicht einig, ob der Konsum von Cannabis halal (erlaubt) ist oder eher als haram (verboten) eingestuft werden sollte. Generell sind im Islam alle Rauschmittel verboten. Für die meisten Gläubigen gehört auch Cannabis dazu. Anders sieht es aber aus bei Wirkstoffen wie CBD, die nicht berauschend sind. Daher ist es für gewöhnlich so, dass CBD Produkte als halal angesehen werden können, wenn sie wie vorgeschrieben höchstens 0,2 % THC enthalten.

Buddhismus und Hinduismus

Die Ansicht dieser Religionen gegenüber Cannabis sind eher weniger streng. Schon seit vielen Jahrhunderten ist es so, dass Cannabis eine wichtige Rolle spielt bei hinduistischen Ritualen. Dementsprechend sind die Behörden in Indien auch nicht gerade mit Eifer dabei, das gesetzliche Verbot von Cannabis durchzusetzen.

Im Buddhismus gibt es die Fünf Silas, das ist ein Verhaltenskodex, der seine Gläubigen dazu auffordert, sich der Trunkenheit zu enthalten. Gleichzeitig sollen aber auch die Verantwortung und die Achtsamkeit, zwei wichtige Tugenden, gefördert werden. CBD wäre bei diesen Religionen also ein Mittel, das zulässig sein sollte.

Orthodoxe Kirche

Ein absoluter Gegner von Cannabis ist die orthodoxe Kirche. Das ist sehr gut am Beispiel von Georgien zu sehen, dort wurde der Cannabiskonsum entkriminalisiert. Sowohl der Besitz als auch der Konsum ist legal, der Anbau und der Verkauf aber nicht. Eigentlich hatte die Regierung des Landes geplant, die Beschränkungen, die bezüglich der Herstellung von Cannabis für kosmetische und pharmazeutische Zwecke und auch für den Export bestehen, aufzuheben. Allerdings regte sich nicht nur in der Gesellschaft Widerstand dagegen, sondern vor allen Dingen in der georgisch-orthodoxen Kirche. Der bereits eingereichte Gesetzesentwurf wurde daraufhin wieder zurückgezogen. Die Staatskirche sieht Cannabis eher als ein Teufelskraut, das keinen medizinischen Nutzen hat. Schade für das Land, denn der Aufbau einer medizinischen Cannabis-Industrie hätte für das arme Land einen großen Schritt nach vorne bedeutet.

Generell kann festgestellt werden, dass die Einnahme von CBD eigentlich nicht gegen die Glaubenssätze der Religionen verstoßen kann, da CBD keine berauschende Wirkung hat. Da sich aber viele Religionen weigern, sich mit Cannabis und den darin enthaltenen Cannabinoiden wie CBD näher zu befassen, gibt es oft keine festen Aussagen dazu. Gläubige wissen dann immer noch nicht, ob sie CBD anwenden dürfen oder nicht.

Die mögliche Entwicklung von CBD in den Religionen

Cannabis und die darin enthaltenen Cannabinoide wie CBD werden in Zukunft eine immer größere Rolle spielen, sowohl im medizinischen als auch im Freizeitbereich. Viele Gesetzgeber haben dies längst erkannt und passen ihre Gesetze entsprechend an. Leider gibt es aber noch immer sehr viel Widerstand seitens der Religionen. Dabei ist nicht immer klar, ob sich der Widerstand nur auf das berauschende Cannabis oder auch auf nicht-berauschende Produkte wie beispielsweise CBD Öl bezieht. Die meisten Religionen haben sich mit dem Thema noch nicht wirklich befasst und haben dementsprechend Nachholbedarf. Irgendwann werden sie sich damit befassen müssen, ob sie es wollen oder nicht. Bleibt zu hoffen, dass die Religionen das große Potenzial von Cannabis sehen und zumindest die Nutzung von CBD billigen. Aufgrund der nicht-berauschenden Wirkung von CBD sollte der Konsum aber in jeder Religion erlaubt sein.

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