CBD bei ADHS

Ein Kind kann in der Schule einfach nicht stillsitzen. Es ist nicht in der Lage, sich zu konzentrieren, und lässt sich durch jede Kleinigkeit ablenken. Es ist unruhig und zappelt herum wie der berühmte Zappelphilipp aus dem Märchenbuch. Ein erwachsener Mensch ist nicht in der Lage, organisiert zu bleiben. Er ist auch in jungen Jahren vergesslich, verliert oft Dinge und hat ein fürchterliches Zeitmanagement. Bei Meetings spricht er häufig zu viel und fällt Kollegen ins Wort. So unterschiedlich dieses Verhalten der beiden Personen aussehen mag, es ist auf dieselbe Störung zurückzuführen: ADHS. All diese Symptome treten bei Personen auf, die unter dem Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom, kurz ADHS leiden. Es betrifft nicht nur Kinder, wie viele oft denken, auch Erwachsene leiden unter diesen Symptomen. Es gibt Hinweise darauf, dass CBD bei ADHS helfen könnte.

ADHS – was ist das?

ADHS steht für Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung. Das National Institute of Mental Health hat folgende Definition dafür gefunden: „Gehirnstörung, die durch ein andauerndes Muster von Unaufmerksamkeit und/oder Hyperaktivität-Impulsivität gekennzeichnet ist und Funktionsweisen oder Entwicklungen stört.“ Es handelt sich um eine Störung des Hirnstoffwechsels. Die Symptome, die dadurch entstehen, beeinträchtigen das Leben der Betroffenen teilweise sehr massiv. Die genauen Ursachen sind bis heute nicht bekannt und die Behandlung ist nicht gerade einfach. Zwar gibt es Medikamente, die aber auch teilweise sehr starke Nebenwirkungen haben. Da hauptsächlich Kinder von ADHS betroffen sind, ist eine Medikation besonders schwierig. Das ist der Grund, warum CBD bei ADHS immer weiter in den Fokus rückt. Experten gehen davon aus, dass ADHS beeinflusst wird durch eine Kombination von Umweltrisikofaktoren und genetischen Faktoren. Menschen mit ADHS können auf struktureller Ebene in ganz bestimmten Gehirnbereichen wesentliche Abweichungen zeigen. Forscher vermuten zudem, dass auch eine Fehlregulation von Dopamin, einem Neurotransmitter, bei ADHS eine Rolle spielt.

Die Symptome von ADHS

Auch wenn die Symptome sehr unterschiedlich sein können, gibt es drei Kernsymptome von ADHS, eine Beeinträchtigung der Aufmerksamkeit, der Impulskontrolle und der Aktivität. Das bedeutet nicht, dass jedes Kind, das ab und zu einmal hyperaktiv ist oder sich nicht lange auf etwas konzentrieren kann, gleich unter ADHS leidet. Diese Verhaltensauffälligkeiten sind bei Kindern mit ADHS immer besonders stark ausgeprägt. Oft treten die Auffälligkeiten bereits in den ersten sieben Lebensjahren auf. Betroffen sind für gewöhnlich mindestens zwei Lebensbereiche. Das bedeutet, dass das Kind beispielsweise sowohl in der Schule oder dem Kindergarten als auch zu Hause Auffälligkeiten zeigt. Treten diese Auffälligkeiten über einen Zeitraum von mehr als 6 Monaten gemeinsam auf, ist das ein Anzeichen dafür, dass ADHS vorliegen könnte. Typisch für ADHS ist, dass bei einem Betroffenen nicht alle Hauptsymptome in gleicher Stärke auftreten müssen, die Ausprägung kann durchaus sehr unterschiedlich ausfallen. Generell gibt es drei Haupttypen von ADHS, den vorwiegend unaufmerksamen Typus und den hyperaktiv-impulsiven Typus sowie auch eine Mischform, den gemischten Typus. Die drei Typen unterscheiden sich voneinander, haben aber auch eine Gemeinsamkeit: Sie beeinträchtigen immer die Lebensqualität der Betroffenen.

Symptome des vorwiegend unaufmerksamen Typus

Dieser Typus wird oft auch als ADS (Aufmerksamkeitsdefizitstörung) bezeichnet. Das hat natürlich seinen Grund, bei diesem Typus liegt keine Hyperaktivität vor. Dieser Typus ist besonders häufig bei Mädchen und Frauen feststellbar. Diese Symptome treten bei diesem Typus auf:

  • leichte Ablenkbarkeit
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Vergesslichkeit
  • Probleme damit, organisiert zu bleiben
  • schlechtes Zeitmanagement
  • Dinge gehen oft verloren

Symptome des hyperaktiv-impulsiven Typus

Dieser Typus tritt häufiger bei Jungen und Männern auf. Folgende Symptome sind typisch dafür:

  • herumzappeln (Zappelphilipp)
  • übermäßiges Sprechen
  • andere Menschen werden beim Sprechen unterbrochen
  • Unruhe
  • hohe Nervosität
  • das Gefühl für Gefahr vermindert sich

Der gemischte Typus

Menschen, die unter dem gemischten Typus leiden, zeigen sowohl Symptome vom vorwiegend unaufmerksamen Typus als auch vom hyperaktiv-impulsiven Typus.

Folgen der Symptome

ADHS hat sehr schwerwiegende Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen. Sehr häufig werden Probleme in der Schule oder dem Kindergarten verursacht. Erwachsene mit ADHS spüren die Wirkungen der Symptome auch im Beruf. Sogar auf die persönlichen Beziehungen hat die Störung einen großen Einfluss. Betroffene sehen sich in sehr vielen Bereichen besonders großen Herausforderungen gegenüber. Es kommt nicht selten vor, dass das Selbstwertgefühl darunter leidet. Das kann sogar zu Depressionen führen. Es gibt noch einige weitere Begleiterkrankungen, die mit ADHS einhergehen können. Dazu zählen Stimmungsschwankungen und Angststörungen, aber auch Lernstörungen sind möglich. Sogar Suchterkrankungen können eine Begleiterscheinung von ADHS sein. Ein sehr großes Problem ist, dass die Auswirkungen von diesen Störungen dazu führen können, dass sich das ADHS verschlimmert.

CBD bei ADHS – vielleicht eine gute Alternative

Die Symptome von ADHS können sehr unterschiedlich sein. Ein Ungleichgewicht von Botenstoffen wird als Auslöser für die Symptome gesehen. CBD soll eine Wirkung auf das sogenannte Endocannabinoid-System des Körpers haben, es ist ein Teil des Nervensystems. Dadurch soll CBD in der Lage sein, die Ausschüttung von Botenstoffen zu beeinflussen. Fundierte wissenschaftliche Ergebnisse sind bisher noch nicht vorhanden, jedoch gibt es Nachweise dafür, dass CBD bei ADHS durchaus eine sinnvolle Ergänzung darstellen könnte.

Die Ausschüttung der Botenstoffe wird im Gehirn gesteuert, daran ist aber auch das Nervensystem beteiligt. Die verschiedenen Stoffe werden dann innerhalb des neuronalen Systems ausgeschüttet und entsprechend verteilt. Wenn es um ADHS geht, sind besonders die Botenstoffe Serotonin und Dopamin wichtig. Das Cortisol spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Dieses wird in den Nebennieren gebildet. Die Aufgabe der Botenstoffe ist es, wichtige Funktionen im Körper zu regeln. Dabei handelt es sich um Funktionen, die grundlegend sind für die physische und psychische Gesundheit. Das Hormonsystem des Körpers ist sehr empfindlich und kann schon auf sehr kleine Veränderungen mit einer starken Reaktion antworten. Kommt es aus dem Gleichgewicht, wird eine Beeinträchtigung des Wohlbefindens die Folge sein. CBD soll an der Stelle ansetzen können, an der das Ungleichgewicht im Hormonhaushalt entsteht. Die Prozesse, die dabei ablaufen, sind sehr komplex. Das ist der Grund, warum es zwar bereits einige Studien zur Wirkung von CBD bei ADHS gibt, bisher aber noch keine wissenschaftlichen Belege für die Wirksamkeit von CBD vorliegen.

Dennoch schließen die Forscher aus diesen Studien, dass eindeutig Hinweise darauf vorhanden sind, dass CBD in der Lage sein könnte, Serotonin und Dopamin im Nervensystem besser übertragen zu können. Das könnte dazu führen, dass Reize besser gefiltert und die vegetativen Reaktionen besser gesteuert werden könnten. Als Folge davon könnte die Unruhe, eines der Hauptsymptome von ADHS, reduziert werden. Wissenschaftler konnten bereits nachweisen, dass CBD bei Panikgefühlen und Ängsten eine Wirkung hat. CBD ist in der Lage, an die Rezeptoren des Endocannabinoid-Systems anzudocken, dadurch können Ängste gelindert werden. Als Folge davon wird eine bessere Konzentration ermöglicht. Folgeerscheinungen könnten durch CBD ebenfalls abgemildert werden. Eine verbesserte Konzentration führt zu einem zielgerichteten Handeln und ermöglicht eine bessere Organisation.

Aufgrund der bisherigen Erkenntnisse sehen Forscher in CBD bei ADHS ein sehr großes Potenzial. Die Hoffnung, dass CBD zu einer Linderung der Hauptsymptome der Erkrankung beitragen kann, ist durchaus berechtigt. Allerdings wird CBD lediglich als Ergänzung für eine Behandlung gesehen. Um eine Aussage darüber treffen zu können, ob CBD vielleicht irgendwann einmal die bekannten ADHS Medikamente ersetzen könnte, werden noch viele weitere Studien benötigt. Bisher steht die Wissenschaft gerade einmal am Anfang. Die Forscher haben lediglich eine Ahnung, welche Wirkungen CBD neben den bereits belegten noch zugeschrieben werden können.

Möglichkeiten der Behandlung von ADHS

Ob eine Behandlung von ADHS überhaupt notwendig ist, hängt von dem Ausmaß und der Schwere der Störung ab. Die Diagnose ADHS bedeutet also nicht gleich, dass ein Kind nun jeden Tag starke Medikamente nehmen muss. Dasselbe gilt natürlich auch für Erwachsene. Es gibt durchaus Betroffene, die auch ohne Therapie auskommen. Erforderlich wird eine Behandlung aber immer dann, wenn es durch die Störung zu sehr starken Beeinträchtigungen im sozialen und psychischen Bereich kommt. Sollte der Arzt feststellen, dass eine Therapie notwendig ist, liegt der Fokus der Therapie immer auf der Linderung der Symptome, da es leider bisher keine Heilung gibt.

Zu Beginn der Behandlung wird für gewöhnlich nicht gleich auf Medikamente gesetzt, zunächst einmal werden Verhaltenstherapien und Bewältigungsstrategien empfohlen. Eine zusätzliche medikamentöse Therapie wird, gerade bei Kindern, erst dann in Erwägung gezogen, wenn es zu sehr starken psychosozialen Einschränkungen kommt. Ziel der medikamentösen Behandlung ist es, die Hyperaktivität zu hemmen. Dann sind die Betroffenen wieder besser in der Lage, sich zu motivieren, und werden zudem aufmerksamer. Um dieses Ziel zu erreichen, werden durch den Arzt Psychostimulanzien verschrieben, in diesem Fall Amphetamine und Methylphenidat. Besonders bekannt ist Ritalin. Diese Medikamente wirken an den Nervenenden, den sogenannten Synapsen. Die Wirkungsdauer von Dopamin und Noradrenalin soll so verlängert und ein Gleichgewicht hergestellt werden. Bei besonders schweren Fällen, wenn also Patienten sehr schwerwiegende Symptome zeigen, können auch sogenannte selektive Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer eingesetzt werden. Leider ist es bei diesen ganzen Medikamenten so, dass sie mit teilweise sehr schweren Nebenwirkungen einhergehen.

Diese sind für erwachsene Betroffene schon schwer zu bewältigen, für Kinder wird es noch schwieriger. Leider zeigen die ersten Maßnahmen für die Behandlung von ADHS ohne Medikamente oft so gut wie keine Wirkung, sodass doch noch die medikamentöse Behandlung zum Einsatz kommen muss. Eltern und auch erwachsene Betroffene sind aber immer auf der Suche nach einer Alternative zu diesen starken Medikamenten. CBD könnte durchaus eine Alternative sein, die zumindest ergänzend eingesetzt werden könnte. Sollte CBD bei ADHS eine positive Wirkung zeigen, ist es möglich, dass die Dosierung der Medikamente verringert werden könnte. In einigen Fällen ist es durchaus möglich, dass die Medikamente abgesetzt werden können. Allerdings muss an dieser Stelle eindringlich davor gewarnt werden, eigenmächtig die vom Arzt verordnete Dosierung des Medikaments herabzusetzen. Auf keinen Fall darf ohne die Kenntnis vom Arzt das Medikament einfach abgesetzt werden.

CBD bei ADHS – Studien und Erfahrungsberichte

ADHS ist besonders für Kinder sehr problematisch, da die auftretenden kognitiven Störungen einen starken negativen Einfluss auf das Lernen und die Aufmerksamkeit haben. Von ADHS sind mehr Menschen betroffen, als viele denken. Heute leidet etwa eines von 15 Kindern darunter, bei den Erwachsenen ist es einer von 20. CBD steht schon seit einiger Zeit im Fokus der Wissenschaft. Dem Wirkstoff werden viele positive Eigenschaften zugeschrieben, die der Gesundheit zuträglich sind. Auch wenn es zum Thema CBD bei ADHS bis heute kaum Studien gibt, vertrauen bereits viele Betroffene CBD Produkten. Oft werden entsprechende CBD Studien leider auch nur an Tieren durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Studien können nicht einfach so auf den Menschen übertragen werden. Um aus den Erkenntnisse, die in Tierversuchsstudien gewonnen wurden, Rückschlüsse auf die Wirksamkeit von CBD beim Menschen ziehen zu können, werden weitere Studien notwendig, diesmal aber an menschlichen Probanden.

Studien zu CBD bei ADHS

Ein paar wenige Studien, die an Menschen durchgeführt wurden, gibt es aber schon. In einer Forschungsarbeit wurden 2018 die Erfahrungen von Eltern mit Kindern, die ADHS haben und denen CBD Öl gegeben wurde, ausgewertet.1 Demnach ist es so, dass sich die typische Wut und Aggression bei 67,6 % der Kinder verringert hat. Die Werte im Bereich Hyperaktivität sind mit 68,4 % ähnlich. Die Angst soll sich bei 47,1 % der Kinder verringert haben.

Ähnliche Resultate erzielte eine weitere Studie.2 Neben den positiven Effekten auf die Impulsivität und die Hyperaktivität macht diese Studie auch Hoffnung darauf, dass sich kognitive Störungen, die teilweise auch an Schizophrenie grenzen, durch die Einnahme von CBD verbessern könnten.

Schon seit einiger Zeit gibt es Hinweise darauf, dass Menschen mit ADHS eventuell anders auf Cannabinoide reagieren als Menschen, die nicht unter dieser Störung leiden. In einer Studie wurde festgestellt, dass es bei Erwachsenen nach dem Konsum von Cannabis zu einer Verringerung der Symptome ohne kognitive Beeinträchtigungen kommen kann. Leider war diese Studie aber nicht beweiskräftig, sodass es bei Hinweisen bleibt. Dennoch stellen sich Forscher nun die Frage, ob es eine Beziehung zwischen ADHS und dem Endocannabinoid-System gibt. Mit diesem Thema befasste sich auch eine Studie, die 2013 veröffentlicht wurde. Leider gab es aber auch hier keine konkreten Ergebnisse.

Studien zu Symptomen

Viele weitere Studien beschäftigen sich hauptsächlich mit der Wirkung, die CBD auf Symptome von Erkrankungen haben kann. Hier konnten bereits einige Erkenntnisse gewonnen werden. CBD soll beispielsweise eine sehr positive Wirkung auf Angststörungen haben. Viele ADHS Betroffene leiden unter Angstzuständen, die bestimmte Symptome wie Unruhe und Konzentrationsschwierigkeiten noch verschlimmern können. Es gibt mittlerweile einige Studien, die eine positive CBD Wirkung belegen. Eine Studie ergab, dass CBD bei der Behandlung von Angstzuständen erfolgreich war.3 Diese Studie ist besonders interessant, da ein 10-jähriges Mädchen behandelt wurde und somit auch die Verabreichung von CBD bei Kindern ein Thema war.

Schlaflosigkeit ist auch etwas, mit dem ADHS Betroffene zu kämpfen haben. In Studien konnte bereits eine Verbesserung der Schlafqualität festgestellt werden, wenn die Probanden CBD einnahmen. Außerdem soll CBD auch in der Lage sein, übermäßige Schläfrigkeit am Tag zu bekämpfen. Das hört sich paradox an, konnte aber in Studien beobachtet werden.

Ein Problem, gerade für Erwachsene mit ADHS, kann auch sein, dass sie anfälliger sind für den Missbrauch von Substanzen. Um die Symptome zu bekämpfen, greifen viele Betroffene zu Mitteln, die sie in die Sucht treiben. CBD konnte sich in Studien sehr hilfreich erweisen bei der Behandlung gegen Suchtverhalten.4

Erfahrungsberichte

Die CBD Studienlage ist noch recht dünn, dafür gibt es aber schon viele Erfahrungsberichte von Betroffenen, die CBD zusätzlich zur herkömmlichen Behandlung nutzen. Die meisten erzählen davon, dass viele der Symptome von ADHS gelindert werden konnten, nachdem mit der Einnahme von CBD begonnen wurde. Der große Vorteil ist, dass CBD keinerlei Nebenwirkungen hat bei ordnungsgemäßer Einnahme. Betroffene berichten von einem besseren Schlaf, einer ausgewogenen Stimmung und einer besseren Konzentrationsfähigkeit. Zudem sollen sich die Wutausbrüche reduzieren. Weiterhin normalisierten sich bei Betroffenen die zwischenmenschlichen Beziehungen.

CBD bei ADHS – wichtige Hinweise

CBD ist ein Cannabinoid, das aus der Hanfpflanze gewonnen wird. Wichtig ist zu wissen, dass CBD keine psychoaktive Wirkung hat und somit keinen Rauschzustand hervorruft. Zudem sind keinerlei Nebenwirkungen bekannt, wenn CBD nicht in völlig übertriebenen Mengen eingenommen wird. CBD Produkte dürfen in Deutschland frei verkauft werden, wenn der THC-Anteil im Produkt 0,2 % nicht überschreitet. CBD Produkte, die diese Voraussetzung erfüllen, dürfen auch ganz legal konsumiert werden. Eltern, die ihren Kindern CBD geben möchten, werden nun vielleicht unsicher, wenn sie THC lesen. Dazu kann gesagt werden, dass Kinder selbst dann, wenn sie diese legalen CBD Produkte in unglaublich großen Mengen zu sich nehmen würden, keinen Rauschzustand erleben werden. Der THC-Anteil ist einfach verschwindend gering. Eltern, die in Betracht ziehen, ihren Kindern CBD zu geben, sollten zuvor unbedingt den Arzt konsultieren und dieses Vorhaben mit ihm besprechen. Zwar hat CBD keine Nebenwirkungen, aber es kann zu Wechselwirkungen mit Medikamenten kommen. Der Arzt ist in der Lage zu erkennen, ob es zu einer solchen Wechselwirkung kommen kann. Wichtig ist auch, dass die vom Arzt verschriebene Medikation auf keinen Fall einfach reduziert oder ganz eingestellt werden darf. CBD ist immer nur als begleitendes Mittel einzusetzen. Es handelt sich nicht um ein Medikament und auch nicht um ein Wundermittel. Eine Frage steht aber noch aus: Dürfen Kinder CBD überhaupt einnehmen? Die Antwort lautet ja. Es handelt sich um einen natürlichen Wirkstoff. Allerdings ist es wichtig, sich ganz langsam und in Absprache mit dem Arzt an die richtige Dosierung heranzutasten.

CBD – Einnahme und Dosierung

Egal ob ein Erwachsener oder ein Kind CBD einnimmt, die richtige individuelle Dosierung muss immer durch Ausprobieren herausgefunden werden. Am besten eignet sich CBD Öl. Dabei handelt es sich um einen CBD Extrakt, der sich in einem Trägeröl befindet. Der Vorteil von CBD Öl ist, dass es tropfenweise eingenommen wird und somit eine exakte Dosierung ermöglicht. Die Flasche ist mit einer Pipette ausgestattet. Zudem wird das CBD Öl unter oder auf die Zunge geträufelt, dadurch kann das CBD gleich über die Mundschleimhaut aufgenommen werden. Ein Nachteil ist, dass der Geschmack des Öls etwas herb ist. Es ist durchaus auch für Kinder möglich, sich an diesen Geschmack zu gewöhnen. Alternativ kann das CBD Öl auch in Speisen und Getränke gemischt werden. In dem Fall dauert es allerdings länger, bis eine Wirkung eintritt.

Die Dosierung sollte mit ganz wenigen Tropfen am Tag beginnen und dann immer mehr gesteigert werden. Jeder Mensch ist anders und reagiert somit auch anders auf Substanzen. Daher ist es wichtig, zunächst einmal mit zwei Tropfen CBD Öl am Tag zu starten. Eine Woche lang wird diese Dosis eingenommen, in der kommenden Woche wird die Dosis dann um zwei Tropfen täglich erhöht. Es ist durchaus möglich, gerade bei Kindern, dass schon mit der Dosis von zwei Tropfen am Tag eine Wirkung eintritt. Ist das nicht der Fall, sollte die Dosis jede Woche um zwei Tropfen am Tag gesteigert werden, bis die Wirkung eintritt. Dann wurde die richtige Dosierung gefunden.

CBD bei ADHS – eine Hoffnung für Betroffene

CBD ist ein Wirkstoff, der immer weiter in den Mittelpunkt der Forschung rückt. Forscher sehen ein großes Potenzial in diesem Wirkstoff. Einige Wirkungen von CBD konnten bereits nachgewiesen werden, viele andere aber leider nicht. Erfahrungsberichten nach soll CBD aber viele positive Wirkungen haben. ADHS ist eine Störung, die wirklich das ganze Leben beeinträchtigt. Besonders Kinder leiden darunter, oft sind sie nicht in der Lage, ihre Pläne für die Zukunft umzusetzen wie gewünscht, da sie in der Schule einfach nicht die benötigten Ergebnisse erzielen konnten aufgrund der Störung. Erwachsene haben oft Probleme im Job und finden kaum Freunde wegen ADHS. Wissenschaftler gehen davon aus, dass CBD viele Symptome von ADHS positiv beeinflussen kann. Wer unter ADHS leidet, sollte es auf einen Versuch mit CBD ankommen lassen, natürlich immer in Absprache mit dem Arzt.

Quellen

1 Barchel, Dana et al. “Oral Cannabidiol Use in Children With Autism Spectrum Disorder to Treat Related Symptoms and Co-morbidities.” Frontiers in pharmacology vol. 9 1521. 9 Jan. 2019.
2 Cooper, Ruth E. et al. "Cannabinoids in attention-deficit/hyperactivity disorder: A randomised-controlled trial" European Neuropsychopharmacology vol. 27, 8 (2017): 795-808.
3 Shannon, Scott and Opila-Lehman, Janet. “Effectiveness of Cannabidiol Oil for Pediatric Anxiety and Insomnia as Part of Posttraumatic Stress Disorder: A Case Report.” The Permanente journal vol. 20,4 (2016): 16-005.
4 Oleson, Erik B. and Cheer, Joseph F. “A brain on cannabinoids: the role of dopamine release in reward seeking.” Cold Spring Harbor perspectives in medicine vol. 2,8 a012229. 1 Aug. 2012.
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